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Hydride
    

Hydride

Dr. Gudrun Auffermann



 

Hydride und Hydridometallate sind hinsichtlich ihrer technischen Anwendung in den letzten Jahrzehnten verstärkt zum Gegenstand wissenschaftlichen Interesses geworden. So werden sie beispielsweise in chemischen Prozessen als Katalysatoren oder zur selektiven Hydrierung eingesetzt. Im Rahmen der Entwicklung umweltfreundlicher Technologien dienen Metallhydride als Wasserstoffspeichersysteme und finden z. B. in Akkumulatoren oder als reversible Wärmespeicher Verwendung.

Nach der Entwicklung von Anlagen zur reaktiven Gasdrucksynthese konnten wir bereits im Rahmen früherer Untersuchungen zeigen, dass mit steigendem Wasserstoffdruck eine zunehmende Oxidation des jeweils eingesetzten Übergangsmetalls möglich wird, z. B. die Oxidation von elementarem Platin bis zur Oxidationsstufe +4 in Rb2PtH6 und zur Oxidationsstufe +7 im Falle von Rhenium in Rb3ReH10.

Abbildung 1. Schematische Darstellung der Rubidiumhydrid/hydridoplatinat Druckserie. Die Phasenbildung wird über den eingestellten Gasdruck kontrolliert.

Weiterhin konnten z. B. die Hochdruckphasen YbH2,67 und (Sr2N)H synthetisiert und ihre Strukturen aufgeklärt werden.

Abbildung 2. Kristallstrukturen von YbH2,67 (links) und von (Sr2N)H (rechts).

Die Kristallstrukturen der Wasserstoffverbindungen werden in der Regel durch eine Kombination von Röntgen- und Neutronenbeugungsexperimenten an Pulverproben ermittelt. Ergänzende Untersuchungen mit Neutronenspektroskopie geben Aufschluss über die Bindungsstärke der Metall-Wasserstoffbindungen und die Dynamik der Wasserstoffatome.


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Zuletzt geändert am 28. Januar 2010 Druckversion         Top
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