|
Kompetenzgruppe Metallographie
Ansprechpartner: Dr. Ulrich Burkhardt
|
|
|
| |
Die Schwerpunkte der experimentellen Arbeiten sind die Herstellung von metallographischen Anschliffen und die Charakterisierung der Materialien mit Licht- und Rasterelektronenmikroskopie. Die Ziele sind zuverlässige Phasenanalysen mittels energie- und wellenlängendispersiver Röntgenspektroskopie sowie qualitative und quantitative Gefügebewertung.
Die
instrumentelle Ausstattung zur Probennahme, Einbettung und Schliffherstellung ist auf die Bearbeitung von Metalllegierung ausgerichtet. Darüber hinaus steht eine vollständige Präparationsstrecke in einem Handschuhkasten mit Argonschutzgas zur Verfügung. Dies ermöglicht Gefügeuntersuchungen an luft- und feuchtigkeitsempfindlichen Materialien wie etwa seltenerdmetallreiche Legierungen oder Carbometallate. (Abb. links: Gefüge einer kohlenstoffreichen Probe aus dem System Er-Fe-C, Hellfeldaufnahme)
Für Morphologieuntersuchungen und Mikrobereichsanalysen mittels energiedispersiver Röntgenspektroskopie (EDXS) wird ein
Rasterelektronenmikroskop XL30 mit LaB6 Kathode verwendet (Abb. links: Kristalle der Verbindungs VB2; SE-Kontrast).
Weitergehende Phasenanalysen an metallographischen Schliffen werden mittels wellenlängendispersiver Röntgenspektroskopie (WDXS) an der
Elektronenstrahl-Mikrosonde Cameca SX100 mit Wolfram-Kathode durchgeführt. (Abb.links: mehrphasiges Gefüge einer galliumreichen Legierung des Systems Mg-Ag-Ga, BSE-Kontrats). Die wesentlich bessere spektroskopische Auflösung und die Verwendung von Standards beim WDXS Verfahren ermöglichen insbesondere für leichte Elemente eine deutlich genauere Bestimmung der Gehalte. Systematische Leichtelementanalysen wurden beispielsweise im Rahmen der Untersuchungen an intermetallischen Borverbindungen durchgeführt.
EDX vs WDX:
links - Teilspektrum VB2 (ca 400 eV)
rechts - Teilspektrum Zr2PTe2 (ca. 2 keV)