Die zur Realisierung der unterschiedlichen Meßmethoden verwendeten Druckzellen sind zum großen Teil Eigenbauten.
Messungen der spezifischen Wärme unter Druck werden in Stempel- Zylinder-Druckzellen unter hydrostatischen Bedingungen bis zu einem Druck von p = 2.5 GPa durchgeführt (minimale Temperatur unter T = 0.05 K). Es werden flüssige Druckübertragungsmedien eingesetzt, so dass auch Probenstücke im mg-Bereich unter hydrostatischen Bedingungen untersucht werden können. Mit Miniaturdruckzellen kann neben der spezifischen Wärme auch die Magnetisierung in einem Faraday-Magnetometer gemessen werden (T > 0.05 K und B < 12 T).
Zur Messung der magnetische Suszeptibilität werden nichtmagnetische Stempel-Zylinder Druckzellen mit Flüssigkeiten als Druckübertragungsmedium genutzt. Es können Drücke von bis zu p = 3 GPa erreicht werden, wobei die minimale Temperatur hier bei T = 0.05 K liegt. Diese Untersuchungen können in Magnetfeldern von bis zu 14 Tesla durchgeführt werden.
Der elektrischer Widerstand wird in nichtmagnetischen Stempel-Zylinder Druckzellen mit Flüssigkeiten als Druckübertragungs-medium im Druckbereich bis zu p = 3 GPa (T > 0.05 K) und in Magnetfeldern von bis zu 20 Tesla gemessen. Es können bis zu fünf Proben mit sehr kleinen Dimensionen (etwa: 0.5 x 0.1 x 0.1 mm3) gleichzeitig in einer Druckzelle angeordnet werden. Durch elektrische Kontaktierung der Proben mit Hilfe eines Punktschweißverfahrens werden Aufheizeffekte an den Probenkontakten vermieden. Neben dem elektrischen Widerstand können auch Magnetowiderstand und Hall-Effekt gemessen werden. In Druckzellen vom Bridgman-Typ können Messungen des elektrischen Widerstands bei Drücken von bis zu p = 20 GPa erzielt werden.