Rudolf-Kaiser-Preis an Johannes Gooth

26. November 2020

Dr. Johannes Gooth, Leiter der unabhängigen Max-Planck-Forschungsgruppe „Nanostrukturierte Quantenmaterie“ am MPI für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden, erhält den Rudolf-Kaiser-Preis für den „erstmaligen experimentellen Nachweis sowie die weitergehende Charakterisierung der axialen Gravitations-Anomalie in Weyl-Halbmetallen“. Insbesondere wird die 2017 in Nature publizierte Arbeit „Experimental signatures of the mixed-axial gravitational anomaly in the Weyl semimetal NbP“ ausgezeichnet, die zu bahnbrechenden Erkenntnissen über die grundlegende Natur von Materie und Raum geführt hat. Die Stiftung würdigt mit der Vergabe des Rudolf-Kaiser-Preises 2020 einen extrem talentierten, jungen Experimentalphysiker, dessen Arbeiten international beachtet und außergewöhnlich oft zitiert werden.

Der Rudolf-Kaiser-Preis wird im Rahmen eines online-Symposiums am 24.11.2020 am MPI CPfS verliehen. Wir gratulieren Johannes Gooth sehr herzlich zu diesem herausragenden Preis und freuen uns auf die weitere gemeinsame Forschung.

Zur Information:
Der Rudolf-Kaiser-Preis wird seit 1989 an Experimentalphysiker vergeben, die mehrere sehr gute Arbeiten publiziert haben, jedoch noch auf keinen Lehrstuhl berufen wurden. Er ist mit 30.000 Euro dotiert. Nach Willen des Stifters werden insbesondere die herausragenden Arbeiten prämiert, die nicht „mit großen Maschinen“ in Großforschungsanlagen entstanden sind. Viele der Wissenschaftler, die mit dem Kaiser-Preis ausgezeichnet wurden, sind heute weltweit geachtete, hochdekorierte Wissenschaftler.
Die Rudolf-Kaiser-Stiftung wurde im Jahr 1987 durch Dr. Rudolf Kaiser gegründet und wird vom Stifterverband betreut. Rudolf Kaiser wurde 1923 in Nürnberg geboren, war über viele Jahre Vorsitzender Richter am Bundespatentamt und habilitierte sich 1979 in Experimentalphysik an der TU München. Dort widmete er sich vor allem der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

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