Der Quanten-Hall-Effekt gehört zu den bekanntesten Beispielen für ein Quantenphänomen, das in einem wirklich makroskopischen Maßstab auftritt. Aufgrund seiner Robustheit ist der Quanten-Hall-Effekt für Anwendungen von enormer Bedeutung. Es wird heutzutage beispielsweise als „Goldstandard“ zur Messung elektrischer Widerstände verwendet. Noch wichtiger ist, dass der Quanten-Hall-Effekt als Drosophila für die topologische Physik angesehen werden kann und, dass zahlreiche topologische Materiezustände verstanden werden können, die auf den grundlegenden Erkenntnissen aufbauen, die im Zusammenhang mit den Quanten-Hall-Effekten in den letzten Jahrzehnte gewonnen wurden.
Traditionell wurde der Quanten-Hall-Effekt ausschließlich mit zweidimensionalen Metallen in Verbindung gebracht. Jetzt haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden, an der Technischen Universität Dresden, am Brookhaven National Laboratory in New York, am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf, an der Universität der Chinesischen Akademie der Wissenschaften und am Würzburg-Dresden Excellenzcluster ct.qmat einen neuen stark korrelierten elektronischen Zustand in einem dreidimensionalen Metall entdeckt, der ein enger Verwandter des zweidimensionalen Quanten-Hall-Zustands ist.
Hall-Widerstand (Resistivity) als Funktion des Magnetfelds (Magnetic Field) bei 2 K in Einheiten der Planck-Konstante h, der Elementarladung e und des Fermi-Wellenvektors entlang des Magnetfelds kF,z.
Hall-Widerstand (Resistivity) als Funktion des Magnetfelds (Magnetic Field) bei 2 K in Einheiten der Planck-Konstante h, der Elementarladung e und des Fermi-Wellenvektors entlang des Magnetfelds kF,z.
Das Team fand Signaturen eines unkonventionellen Hall-Effekts im Quantenlimit des Bulk-Metalls HfTe5, der neben dem dreidimensionalen Quanten-Hall-Effekt eines einzelnen Elektronenbandes bei niedrigen Magnetfeldern auftritt. Die zusätzliche plateau-artigen Signaturen in der Hall-Leitfähigkeit des niedrigsten Landau-Niveaus wird von einem Shubnikov-de-Haas-Minimum im longitudinalen elektrischen Widerstand begleitet, und skaliert mit 3/5 auf die Höhe des letzten Plateaus des dreidimensionalen Quanten Hall-Effekt. Die Ergebnisse stimmen mit starken Elektron-Elektron-Wechselwirkungen überein, die eine unkonventionelle Variante
Angesichts der Tatsache, dass topologische Zustände der Materie für unser Verständnis zweidimensionaler Systeme von größter Bedeutung waren, versprechen diese neuen Erkenntnisse aufregende zukünftige Erkenntnisse. Die Untersuchung der neuartigen Eigenschaften der Quanten-Hall-Physik in dreidimensionalen Metallen könnte es Wissenschaftlern nicht nur ermöglichen, besser zu verstehen, wie weit sich das mysteriöse Reich der Quanten-Hall-Physik ausbreitet, sondern auch die Erforschung stark korrelierter topologischer Zustände in dreidimensionalen Materialien im Allgemeinen vorantreiben.
A new member of the Kagome metal family that overcomes long-standing geometric constraints has been discovered and studied by an international research team led by scientists at the Max Planck Institute for Chemical Physics of Solids (MPI CPfS). The results, published in Nature Materials, introduce the compound TbTi₃Bi₄ as a model system for designing next-generation quantum materials with highly tunable magnetic and electronic properties.
Wir gratulieren Francisco Lieberich herzlich zum Gewinn eines Posterpreises auf der diesjährigen Konferenz „Current Trends in Strongly Correlated and Frustrated Systems“ (SCF25).
Zu Beginn des Wintersemesters 2025/26 erhielten zwei unserer Wissenschaftlerinnen wichtige wissenschaftliche Beförderungen. Zufällig heißen beide Elena: Elena Hassinger und Elena Gati. Wir gratulieren beiden zu ihren Berufungen auf eine volle W3 Professur.
Herzliche Glückwünsche für Hilary Noad, die vom Präsidenten der Goethe-Universität Frankfurt am Main und der Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung die Junior-Wilhelm-Heraeus-Stiftungsgastprofessur erhalten hat.
Ein internationales Team unter der Leitung von Forschern des MPI-CPfS nutzte die Bestrahlung mit extrem hochenergetischen Elektronen, um kontrolliert atomare Defekte in supraleitenden Nickelat-Dünnschichten zu erzeugen. Ihre kürzlich in Physical Review Letters veröffentlichte systematische Untersuchung dieser Defekte hilft dabei, die möglichen Antworten auf grundlegende Fragen zur Entstehung der Supraleitfähigkeit in diesen Materialien einzugrenzen.
Claudia Felser, Direktorin und Wissenschaftliches Mitglied am Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden, erhielt den „E-MRS Professor Jan Czochralski Award 2025“ für ihre Beiträge und Leistungen in der Materialwissenschaft.
Jordan Tierney, Absolventin des Massachusetts Institute of Technology (MPI) in den USA, hat ein Fulbright-Stipendium für US-Studierende erhalten, um am MPI CPfS zu forschen.
Ein internationales Team unter der Leitung von Forschern des MPI-CPfS konnte experimentell den Bulk-Altermagnetismus in MnTe nachweisen. Mithilfe der resonanten Röntgen-Nanobildgebung konnten sie magnetische Domänen auflösen und deren altermagnetische Eigenschaften bestätigen. Damit haben sie ein leistungsstarkes Werkzeug für zukünftige 3D- und…
Ein Forscherteam des MPI CPfS hat herausgefunden, warum der unkonventionelle Supraleiter UTe₂ von Probe zu Probe so auffällige Verhaltensunterschiede aufweist.